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Westerwald

Sehenswürdigkeiten im Westerwald

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.

Kultur & Sagen

Westerwälder Sagen aus Basalt und Wäldern

Der Westerwald ist reich an Sagen und Geschichten, die häufig in unterschiedlichen Varianten erzählt werden. Viele stammen aus dem Alltag der Menschen, die hier unter harten Bedingungen lebten – Bergleute, Köhler, Bauern auf den rauen Hochflächen –, andere aus der religiösen Weltsicht früherer Jahrhunderte. Auf einer Tour durch die Region begegnet man ihnen an Wegkreuzen, alten Gemäuern und abgelegenen Plätzen.

Zwei Motorräder in einer weiten Kurve auf der Landstraße
Kurvenfolge im Westerwald

Ein wiederkehrender Stoff ist der Teufel: Eine ganze Reihe von Erzählungen schreibt ihm auffällige Felsen, Senken und ungewöhnliche Geländeformen zu. Solche Teufelssagen waren im christlich geprägten Mittelgebirge weit verbreitet und lieferten eine Erklärung für alles, was sich sonst nicht deuten ließ.

Im Wildenburger Land führt ein Hexenweg durch eine Landschaft mit belegter Vorgeschichte: Im 16. und 17. Jahrhundert fanden hier zahlreiche Hexenprozesse statt. Was in den Sagen der Gegend als Spuk erzählt wird, hat also einen realen und blutigen Kern.

Zu den überlieferten Bräuchen gehört der Holleabend, der dem Volksglauben nach auf den letzten Donnerstag vor Weihnachten fällt. Die Gestalt der Frau Holle und das Wirken übernatürlicher Wesen in der dunklen Jahreszeit gehören zum festen Bestand der Westerwälder Erzähltradition. Auch die europaweit bekannte Wilde Jagd – ein geisterhafter Zug durch die nächtlichen Wälder – wird der Überlieferung nach mit der Region in Verbindung gebracht.

Motorrad in Schräglage auf einer von Bäumen gesäumten Straße
Schräglage unter Bäumen

Belegte Ereignisse sind diese Erzählungen nicht, mit Ausnahme der genannten Prozesse. Für die Stimmung auf den nebelverhangenen Hochflächen und in den dichten Wäldern sorgen sie trotzdem – vor allem an den Tagen, an denen der Nebel auf der Hochfläche die Konturen verschwimmen lässt.

Sehenswert

Seenplatte, Basaltkuppen und Naturstopps im Westerwald

Zwischen den großen Zielen lebt der Westerwald von seiner Landschaft – und die ist abwechslungsreicher, als das Klischee vom „grauen Wald" vermuten lässt. Hochflächen mit weiten Ausblicken wechseln mit engen Bachtälern, Basaltkuppen ragen aus dem Wald, und stille Weiher liegen mitten im Grünen.

Naturpark Rhein-Westerwald

Der rund 470 Quadratkilometer große Naturpark Rhein-Westerwald liegt rechtsrheinisch im Norden von Rheinland-Pfalz zwischen Neuwied und Unkel und reicht vom Rhein über die Terrassen bis zu den ersten Höhenrücken des unteren Westerwaldes. Er verbindet die Rheinschiene mit dem Mittelgebirge und ist ein gutes Gebiet für Übergänge zwischen Tal und Höhe.

Westerwälder Seenplatte

Die Westerwälder Seenplatte mit ihren sieben Weihern – der Dreifelder Weiher ist mit 123 Hektar der größte – ist ein Ruhepol. Teile der Weiher stehen unter Naturschutz und sind bedeutende Vogelbrutgebiete; die NABU-Stiftung hat 2019 große Flächen erworben, um die Landschaft dauerhaft zu sichern. Schilfgürtel, Weidengebüsch und stille Wasserflächen machen die Seenplatte zu einem schönen Pausenraum.

Basaltkuppen und Felslandschaften

Der vulkanische Ursprung des Westerwaldes ist überall präsent: in den runden Basaltkuppen, die aus den Wäldern aufragen, in den steilen Felswänden der Kroppacher Schweiz, die die Nister freigelegt hat, und in den alten Steinbrüchen wie dem Stöffel. Wer ein Auge für Geologie hat, findet entlang der Straßen immer wieder Aufschlüsse und markante Felsformationen.

Wäller-Wetter und Pausenplätze

Das „Wäller-Wetter" gehört zur Region: kühl, in den Höhen oft neblig, schnell wechselnd. An klaren Tagen reicht der Blick von den Rücken dafür weit über die Hügelketten. Für Pausen bieten sich die Gasthäuser in den Dörfern an, die Einkehr an der Abtei Marienstatt, die Plätze rund um die Seenplatte und die Rastmöglichkeiten an der Fuchskaute. Weil die Schauer meist schnell durchziehen, kostet ein abgewarteter Regen hier selten mehr als eine Kaffeepause.

Zwei Stockwerke, zwei Fahrrhythmen

Den Unterschied zwischen dem Hohen Westerwald und dem niederen Teil der Region merkt man am Gasgriff, lange bevor man ihn auf der Karte nachvollzieht. Oben liegt eine offene, kaum bewaldete Fläche: Grünland bis an den Straßenrand, weit auseinandergezogene Dörfer, Windräder als Orientierungspunkte, dazwischen Verbindungen, die den Rücken folgen statt sie zu queren. Man rollt in einem Gang, blickt zwei Kurven voraus und bremst selten hart. Der Straßenbau hatte hier keine Zwänge – kein Fels, kein enger Talgrund –, also verlaufen die Linien schwungvoll und großzügig.

Im niederen Teil zum Rhein hin ändert sich das komplett. Die Bäche haben die Fläche in kurze Riegel zerlegt, jede Ortschaft liegt eine Stufe tiefer oder höher als die nächste, und die Straßen folgen den Einschnitten. Dort wird geschaltet, nicht gerollt: kurze Anstiege, blinde Kuppen, enge Ortsdurchfahrten mit alter Bausubstanz dicht an der Fahrbahn. Der niedere Westerwald ist wärmer, dichter besiedelt und deutlich stärker befahren, weil er als Wohnraum für Koblenz, Neuwied und die Rheinschiene dient.

Eine Tagestour sollte deshalb beide Stockwerke enthalten. Eine Runde nur auf der Hochfläche wird auf Dauer gleichförmig, eine Runde nur im Unterland kostet Zeit an Ampeln und hinter Berufsverkehr. Die interessantesten Kilometer liegen dort, wo man von einem Stockwerk ins andere wechselt – auf den Rampen, die in wenigen Kilometern aus dem Talgrund auf die freie Fläche führen.

Was unter dem Asphalt liegt und was daraus wurde

Die Grundlage der Region ist devonischer Schiefer, ein gefaltetes Meeressediment, das den gesamten Untergrund des Rheinischen Schiefergebirges bildet. Darüber legte sich im Tertiär vulkanisches Material: Basaltdecken und einzelne Schlote, die den weicheren Schiefer wie ein Deckel vor der Abtragung schützten. Genau daraus entstand die typische Form – flache, gerundete Kuppen mit hartem Kern statt spitzer Gipfel. Wo der Basaltdeckel fehlt, hat sich die Landschaft tiefer eingesenkt; wo er hält, liegt die Hochfläche.

Beide Gesteine waren jahrhundertelang die Wirtschaftsgrundlage. Basalt ist hart, zäh und frostbeständig, also ideal für Schotter, Pflaster, Gleisbettung und Wasserbausteine. Die Steinbrüche verkauften ihre Produkte weit über die Region hinaus, und die Verkehrswege wurden zuerst für den Stein gebaut, nicht für den Ausflugsverkehr. Aktive Brüche gibt es bis heute; an den Zufahrten muss man mit schwerem Werkverkehr, Steinschlag auf der Fahrbahn und Reifenabdrücken aus dem Bruch rechnen.

Der Ton stammt aus tertiären Verwitterungs- und Seeablagerungen und liegt vor allem im Westen und Südwesten dicht unter der Oberfläche. Er wird im Tagebau gewonnen, in flachen Gruben, die man von der Straße aus oft nur an den Halden und den Werkszufahrten erkennt. Dazu kam im Norden zum Siegerland hin der Eisenerzbergbau mit seinen Hütten. Der Westerwald war damit nie eine reine Agrarlandschaft, sondern ein Industriestandort mit bäuerlichem Umland – das erklärt die vielen Werksstraßen, Bahntrassen und Siedlungsränder, die man beim Fahren streift.

Der Stöffel bei Enspel

Der Stöffel-Park ist die anschaulichste Stelle dafür. Auf dem Basaltrücken steht die komplette Verarbeitungskette noch dort, wo sie gearbeitet hat: Bruchwände, Verladeeinrichtungen, Brecher- und Maschinengebäude, dazwischen die wassergefüllten Sohlen. Nach dem Ende des Abbaus wurde das Gelände nicht abgeräumt, sondern als Industriedenkmal erhalten – ein seltener Fall, weil Steinbrüche üblicherweise verfüllt oder renaturiert werden. Für einen Zwischenstopp taugt der Platz gut, verlangt aber etwas Vorbereitung: Die Wege sind teils grob geschottert, und die Maschine steht besser auf festem Untergrund am Rand als möglichst nah an der Halle.

Kannenbäckerland: Salzglasur als Ortsprägung

Der Name kommt von den Kannenbäckern, den Krug- und Kannenmachern, die den örtlichen Ton zu Steinzeug verarbeiteten. Das Verfahren, das die Region berühmt gemacht hat, ist die Salzglasur: Ins heiße Brennfeuer wird Salz gegeben, das mit dem Scherben reagiert und eine glasige, wasserdichte Oberfläche bildet. Der graue Grundton, dazu Kobaltblau und später Manganviolett als Dekorfarben – dieses Erscheinungsbild wurde über Jahrhunderte zum Markenzeichen und ist bis heute das, was man mit Westerwälder Keramik verbindet.

Die Orte des Kannenbäckerlandes liegen dicht beieinander am Westrand der Region: Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach, Hilgert, Hillscheid, Mogendorf, Siershahn und Wirges. Die Landschaft dort ist kein Postkartenmotiv, sondern Arbeitsgebiet – Gruben, Werkshallen, Schornsteine, dazwischen Wohnbebauung. Wer den Übergang von der Handwerks- zur Industrieproduktion sehen will, findet ihn hier direkt an der Straße: Aus den Töpferwerkstätten wurden Betriebe für technische und feuerfeste Keramik, die den gleichen Rohstoff nutzen, aber für Industrieanwendungen.

Fahrerisch ist das Kannenbäckerland der unruhigste Teil des Westerwaldes. Die Straßen sind eng geführt, oft von Werkszufahrten unterbrochen, der Schwerverkehr gehört dazu. Man fährt hier nicht wegen der Kurven, sondern wegen des Kontrastprogramms: eine Stunde Industriegeschichte zwischen zwei Höhenetappen, gut zu kombinieren mit dem Abstieg an den Rhein.

Enge Kerben: Wied und Nister

Die Wied entspringt auf der Hochfläche und läuft nach Nordwesten zum Rhein, wo sie bei Neuwied mündet. Ihr Unterlauf zwischen Neustadt, Waldbreitbach und Niederbreitbach ist der Gegenentwurf zur offenen Höhe: bewaldete Steilhänge auf beiden Seiten, die Straße auf dem schmalen Talboden, links Wasser, rechts Hangfuß oder Fels. Solche Talstrecken sind kühl, im Frühjahr und Herbst lange feucht und über weite Abschnitte ohne Überholmöglichkeit. Wer dahinter geduldig bleibt, fährt sie als Verbindungsstück; wer sie als Kurvenstrecke nimmt, unterschätzt die Sichtweiten hinter den Felsnasen.

Die Nister kommt ebenfalls aus dem Hohen Westerwald, sammelt sich aus zwei Quellbächen und läuft nach Norden zur Sieg, in die sie bei Wissen mündet. Ihr mittlerer Abschnitt ist die Kroppacher Schweiz, benannt nach dem Ort Kroppach. Der entscheidende Unterschied zum Wiedtal: Hier bleibt die Straße dem Fluss nicht durchgehend treu. Weil die Schleifen zu eng liegen, steigt man immer wieder aus dem Tal heraus, quert eine Kuppe und fällt an anderer Stelle wieder ein. Das ergibt einen sehr eigenen Rhythmus aus Auffahrt, kurzer Höhenpassage und Abstieg – anstrengender als eine reine Talstraße, aber deutlich abwechslungsreicher.

Für beide Täler gilt dasselbe Set an Aufmerksamkeitspunkten: Splitt an den Einmündungen der Hangsträßchen, feuchte Fahrbahnränder unter dichtem Baumbestand, enge Brücken und in den Ortslagen Bebauung direkt an der Fahrbahnkante.

Die Ränder: Abstiege zu Lahn und Rhein

Im Süden endet der Westerwald an der Lahn. Unterhalb von Limburg schneidet sie sich tief in das Schiefergebirge ein und zieht über Diez, Balduinstein, Laurenburg, Obernhof und Nassau nach Bad Ems, bevor sie bei Lahnstein den Rhein erreicht. Die Abstiege von der Westerwälder Seite sind kurz und steil, oft in Kehren durch den Wald geführt, und sie enden abrupt am Talboden. Dass Nassau der Stammsitz des gleichnamigen Hauses ist, zeigt die Burgruine über dem Tal.

Im Westen bricht die Region an der Rheinkante ab. Zwischen Lahnstein und dem Siebengebirge liegt eine Folge von Terrassen, dazwischen als breite Ausnahme das Neuwieder Becken – eine offene Senke, in der Bimsablagerungen aus dem Vulkanismus der Osteifel abgebaut wurden. Die Zufahrten aus den Rheinorten hinauf auf die Fläche sind ausgesprochene Rampen: wenige Kilometer, dafür konstanter Anstieg, meist mit Ortsdurchfahrt am Anfang und freier Sicht am Ende.

Diese Westkante ist zugleich die Verbindung zur Eifel. Über die Rheinbrücken bei Koblenz, Bendorf und Neuwied sowie mehrere Autofähren wechselt man auf die linke Rheinseite, wo nach kurzer Anfahrt das Revier rund um den Nürburgring beginnt. Damit lässt sich ein Standort im westlichen Westerwald sinnvoll doppelt nutzen: Hochfläche und Täler an einem Tag, Eifel am nächsten. Der Charakterwechsel ist deutlich – die Eifel bietet mehr Höhenunterschied auf engerem Raum, der Westerwald mehr durchgehende Fläche.

Wind, Wolken und Saisonbeginn auf der Höhe

Die Hochfläche liegt im Luv der Westwinde. Feuchte Luft steigt an der Anstiegsflanke auf, kühlt ab und regnet ab – deshalb ist es oben nasser und kühler als in den Flusstälern, und deshalb hängen Schauer dort auch länger fest. Praktisch heißt das: Zwischen Rheinufer und Hochfläche liegt spürbar mehr als eine Jacke Unterschied, und die Kleidung sollte in Schichten funktionieren statt für eine einzige Temperatur ausgelegt zu sein.

Der zweite Faktor ist der Wind. Auf den freien Rücken steht er ungebremst, und weil Waldstücke, Böschungen und Ortseingänge ihn abschatten, kommt er stoßweise. Der Übergang von der Deckung ins Freie ist die Stelle, an der einen der Seitenwind versetzt – bei hohen Windschildern und Koffern deutlicher als ohne. Ein lockerer Griff am Lenker und etwas mehr Abstand zur Fahrbahnmitte fangen das ab, bevor überhaupt korrigiert werden muss.

Die Saison beginnt oben später als unten. Während im Rhein- und Lahntal längst gefahren wird, halten sich auf der Hochfläche Schneereste in Nordhanglagen und Räumkanten, und der Rollsplitt vom Winterdienst bleibt an Kreuzungen und in Kurvenausgängen liegen. Im Sommer sind es die Nachmittagsgewitter, die sich über der Fläche aufbauen und für kurze, heftige Schauer sorgen. Beides ist kein Grund, den Hohen Westerwald zu meiden – es ist ein Grund, die Reihenfolge einer Tagestour nach dem Wetter zu wählen und die Höhe dann zu fahren, wenn das Fenster offen ist.

Keramik, Basalt und Klosterbräu: das Programm für Regentage

Das Wetter im Westerwald wechselt schnell, in den Höhenlagen kippt ein Tag binnen einer Stunde ins Nasse. Museen und kulturelle Ziele gibt es dafür in ausreichender Zahl, mehrere davon füllen einen ganzen Tag.

Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen

Rund um Höhr-Grenzhausen liegt eines der größten Tonvorkommen Europas, und seit Jahrhunderten wird der Ton dort zu dem typischen grau-blauen Westerwälder Steinzeug verarbeitet. Das Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen ist eines der größten Keramikmuseen Europas. Es zeigt auf großer Ausstellungsfläche Werke aus fast fünf Jahrhunderten Keramikgeschichte – von mittelalterlichen Krügen über frühes salzglasiertes Steinzeug bis zur zeitgenössischen Keramikkunst – und verbindet Kunst, Handwerk und Regionalgeschichte. Das Haus ist barrierefrei zugänglich, und in der Museumswerkstatt kann man selbst kreativ werden.

Stöffel-Park bei Enspel

Der Stöffel-Park auf dem größten zusammenhängenden Basaltrevier des Westerwaldes – rund 140 Hektar, Abbauende im Jahr 2000 – ist bei Regen aus einem zweiten Grund interessant. Er birgt eine bedeutende Fossilienfundstätte aus dem Oligozän, rund 25 Millionen Jahre alt. Im Tertiärmuseum, dem TERTIÄRUM, sind spektakuläre Funde zu sehen, darunter die berühmte Stöffel-Maus, dazu tausende weitere Fossilien aus den Ablagerungen eines von einem Vulkanausbruch verschütteten Maarsees, aus dem Ölschiefer wurde. Überdachte Bereiche machen den Stöffel-Park zum verlässlichen Schlechtwetterziel.

Abtei Marienstatt

Die Abtei Marienstatt bei Streithausen, 1212 gegründet, wurde 1227 unter ihrem ersten Abt Hermann an den heutigen Standort im Nistertal verlegt. Die frühgotische Klosterkirche aus dem 13. bis 15. Jahrhundert beherbergt die größte Orgel des Westerwaldes. Nach den Verboten des sogenannten Kulturkampfes wurde Marienstatt 1888 als erstes Zisterzienserkloster wiederbegründet. Heute ist die Abtei ein geistliches und kulturelles Zentrum der Region mit Klosterbrauerei und Gastronomie – ideal, um einen Regenschauer bei einer Einkehr abzuwarten.

Landschafts-Highlights, die du mit dem Motorrad erreichst

Fuchskaute

Mit 657,3 Metern der höchste Punkt des Westerwaldes. Der Gipfelsattel ist eine offene Basalt-Hochheide statt Wald, mit weitem Blick über die Rücken des Hohen Westerwaldes.

Anfahrt
Über B54 oder B255 bis Rennerod, dann Landstraße nach Willingen (Westerwald) am Fuß des Gipfels.
Motorrad-Parken
Im Ort Willingen parken und die rund 1,3 km zum Gipfel zu Fuß über den Westerwaldsteig gehen; der frühere Parkplatz an der ehemaligen Fuchskaute-Lodge ist seit 2021 geschlossen.
Öffnungszeiten
frei zugänglich
Höhe/Aussicht
657,3 m ü. NHN – höchste Erhebung des Westerwaldes

Dreifelder Weiher (Westerwälder Seenplatte)

Mit 123 Hektar der größte von sieben historischen Weihern, die schon im Mittelalter als Fischteiche angelegt und um 1650 von den Grafen zu Wied erweitert wurden. Ein 5,9 km langer Rundweg führt ums Wasser – ein ruhiger Foto-Stopp auf der Hochfläche.

Anfahrt
Über die B8 bei Steinen, rund zwei Kilometer bis zum Ostufer beim Ort Dreifelden.
Motorrad-Parken
Parkmöglichkeiten in Dreifelden am Ostufer, direkt am Rundweg.
Öffnungszeiten
frei zugänglich

Stöffel-Park, Enspel

Tertiär- und Industrie-Erlebnispark in einem stillgelegten Basalt-Tagebau. Gezeigt werden rund 25 Millionen Jahre alte Fossilien – darunter die 'Stöffelmaus', der älteste bekannte Gleitflug-Nachweis unter Nagetieren – neben vollständig erhaltener Steinbruch-Technik.

Anfahrt
Von der B414 bei Bad Marienberg oder der B255 bei Rennerod nach Enspel/Nistertal.
Motorrad-Parken
Besucherparkplatz direkt am Parkeingang.
Öffnungszeiten
März bis Oktober; Di–Do 10–17 Uhr, Fr–So und feiertags 10–18 Uhr, montags geschlossen (außer an Feiertagen); November bis Februar geschlossen.

Hachenburg – Alter Markt & Schloss

Barocke Giebelhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert rahmen den Alten Markt mit dem Marktbrunnen und seinem vergoldeten Sayn'schen Wappenlöwen (1626, heutige Form 1702). Über der Stadt steht das barocke Schloss Hachenburg, heute Sitz der Hochschule der Deutschen Bundesbank.

Anfahrt
An B413 und B414; die B413 führt von Bendorf am Rhein herauf, die B414 umfährt den Ort.
Motorrad-Parken
Parkplätze am Rand der Altstadt, der Alte Markt ist über kurze Wege zu Fuß erreichbar.
Öffnungszeiten
frei zugänglich

Krombachtalsperre

Ein Stausee von rund 95 Hektar oben auf dem Hohen Westerwald, an der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen. Segelboote bis 20 m² sind zugelassen, Motorboote nur für Rettungseinsätze – ein weiter Wasser-Stopp mitten in der Höhe.

Anfahrt
Über B54/B255 bis Rennerod, weiter nach Rehe; die Talsperre liegt rund einen Kilometer südlich von Rehe.
Motorrad-Parken
Parkplätze am See beim Feriendorf und an den beiden Campingplätzen.
Öffnungszeiten
frei zugänglich; Segel- und Surfbetrieb April bis September, bewachte Badebereiche an Sommer-Wochenenden (DLRG).

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